Small Talk zu Big Data – ein paar Worte zum demexco „Night Talk“ Düsseldorf

Am 28. Mai 2013 gab es den demexco Night Talk zum Thema Big Data in Düsseldorf. Der Saal in den Rheinterrassen war voll, die 220 Damen und Herren gut gekleidet. Wenn man nun allerdings erwartete, dass einem da wer erzählt, was Big Data für das Online-Marketing und die Online-Werbung konkret bedeutet, dann wurde man schon etwas enttäuscht. Man blieb an der Oberfläche. Da wurde zunächst gesagt, dass Big Data für jeden etwas anderes ist. Klar ist es das. In der Physik, Biologie oder Medizin gibt es andere Fragen als im Marketing. Aber: Das Set der Fragen im Marketing im Zusammenhang mit Big Data ist für die kommenden zehn Jahre mehr oder weniger endlich.

dmxeco Night Talk

Ich hatte teilweise den Eindruck, dass Zenith, diese so große und ruhmreiche Agentur, lieber beim klassischen Fernsehgeschäft bleiben würde und fühlte mich schon ein wenig an Verleger erinnert, die gerne so lange wie möglich die Druckmaschine am Laufen halten wollen.

Vielleicht ist mein Eindruck auch falsch. Mit VivaKi gibt es ein Tochterunternehmen, das sich genau auf die Belange der Werbungtreibenden im großen Datenwald konzentriert und ziemlich gut sein muss. Möglicherweise war ich ja auch nicht in der Zielgruppe für den „Night Talk“. Vielleicht hatte Herr Lortz einen schlechten Tag oder der Moderator stellte die falschen Fragen. Man blieb dabei zu diskutieren, ob für Big Data Agenturen notwendig sind und ob Agenturen die Trennung in Kreativ und Media beibehalten werden. Das empfand ich als langweilig und überflüssig. Ich hätte eher erwartet, dass von der Agentur erläutert wird, was man mit Big Data machen kann und wie und warum man dadurch effektiver wird.

Big Data: Rohdaten auswerten und Segmente bilden

Big Data ist da. Es gibt tatsächlich Unternehmen, die Rohdaten im Terabyte-Bereich auswerten, Muster erkennen und optimieren müssen. Mit Amazon und ebay gibt es zwei wunderbare Beispiele.

In Big Data fließen im Rahmen des Online-Marketing nur Nutzeraktionen ein, die non-reaktiv messbar sind oder bei denen die Bewertung im Rahmen von Kauf- oder Informationsprozessen Teil quasi-natürlicher Handlungen der Konsumenten wird. Auch Marktforschung wird sich an dieser Stelle verändern. Die wahre Herausforderung besteht in der Zukunft in der Bildung von Typologien – sehr stark differenzierten Typen bzw. Segmenten. Der Bereich der Predictive Analytics wird sehr viel wichtiger werden. Es geht nicht mehr darum, zu erkennen was war und daraus Schlüsse zu ziehen. Es geht darum zu bewerten, wie sich ein Nutzer verhalten wird und entsprechend die Umfelder zu gestalten. Hier kann es sein, dass die Anforderung an Kreativagenturen durchaus steigt: Es werden möglicherweise mehr verschiedene Werbemittel benötigt. Das hebt den Umsatz.

Extended Analytics

Solche Hinweise waren bei der Diskussion eher verhalten. Insgesamt sollte man das, was diskutiert wurde, eher unter der Überschrift Extended Analytics zusammenfassen. Über mehr als Analytics wurde nicht diskutiert. Sicher – Peter Gensch ist ein toller Redner und  er schaffte es, zu erläutern wie man CRM mit Social Media Monitoring verbinden kann, um zu bestimmten Insights zu gelangen. Er versuchte auch, das mit weiteren Kanälen zu verknüpfen. So hat man wenigstens eine Vorstellung davon, wohin es mit CRM gehen könnte.

Mike Klinkhammer von ebay hat mit etwas größeren Datenmengen zu tun – mehr als 100.000 Produktkategorien und – wenn ich mich recht erinnere – 40 Millionen eingestellten Produkten. Wenn man hier per Retargeting & Behavioural Targeting und mit weiteren Kanälen arbeitet, hat man tatsächlich Big Data zu optimieren. Man muss Daten aus verschiedenen Quellen miteinander verbinden, um daraus neue Schlüsse zu ziehen. Man wird mit Tag Management Systemen arbeiten müssen, Attributionsmodelle bilden, segmentieren und nicht nur Vermutungen darüber anstellen, wie sich ein Nutzer verhalten wird, sondern mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten. Darüber hätte ich gerne ein wenig mehr gehört. Allerdings wurde keiner der Begriffe genannt. Man blieb an der Oberfläche – vielleicht war das auch dem Rahmen und der knappen Zeit geschuldet oder man wollte die Anwesenden nicht überfordern.

Am angenehmsten fand ich Stefan Zilich, den GF von Spotify Deutschland.  Dabei gab es fassbare Ergebnisse. Er hat ein wenig erläutert, wie sich die Musikindustrie durch Spotify verändert, wie sie jetzt zum ersten mal weiß, wie häufig Titel wirklich gehört werden – also nicht die auf 200 bis 600 Titel beschränkten Playlists der Dudelfunker, sondern auch, welche Titel auf Alben besonders beliebt sind. Man weiß auch wo –  geografisch wo – die Fans einer Band sitzen und kann so Konzerte besser planen. Zudem kann man den Fans einer Band natürlich auch Konzertempfehlungen geben etc. Wenn ich mal wieder ein wenig Zeit finde, werde ich das noch ein wenig ausführlicher beschreiben. Meister Zilich war auch der Meinung, dass das, was da seine Analytics-Abteilung für Unternehmen wie Universal Music oder Sony Music macht, Analytics ist und nicht „Big Data“. Ausgesprochen angenehm diese Einstellung – werter Herr Zilich. Und das sage ich nicht nur, weil ich Spotify mag.

Resumee

Insgesamt muss ich sagen, dass die Agentur nicht wirklich vermitteln konnte, was sie kann. Ansonsten haben mich die anwesenden übrigen Agenturverkäufer auch nicht wirklich begeistert. Ein wenig mehr als Criteo, nugg.ad und Google Retargeting sollte man schon kennen.  Ich wünsche mir auf jeden Fall wen, der die Idee für ein integriertes System hat, in das ich in Realtime Daten aus verschiedenen Quellen kippen kann, das mir Muster in den Daten erkennt und mit dem ich dann sauber prognostizieren kann.

Ich muss sagen, dass ich die d3con als erheblich informativer empfand – auch wenn man auf das Buzz Word „Big Data“ verzichtete und die Veranstaltung mit dem eher schnöden „Data Driven Display Advertising“ überschreibt.  Gut – es geht „nur“ zum die Zuführung der Nutzer zur Website und der wirklich relevante Aspekt des Monitoring fehlt.

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Pinterest SDKs für App Sharing-Buttons

Vielleicht ist es durch die vielen Neuerungen bei Pinterest während der vergangenen Wochen untergegangen. Pinterest stellt jetzt auch einen Software Development Kit (SDK) für die Einbindung von Sharing-Buttons in Android und iOS Apps zur Verfügung.

ModCloth App mit Sharing-Buttons

ModCloth App mit Sharing-Buttons

iOS

Mit der Einführung der Pinterest App in Version 2.3 für iOS, wird der Pin It Button SDK für  iOS-Apps unterstützt. Mit einigen Zeilen Code läst der SDK es zu, Pinterest Inhalte innerhalb von Anwendungen zu teilen. Derzeit ist lediglich das Pinnen von Bildern möglich, wenn diese mit einer Quell-URL versehen sind. Zukünfig sollen auch das Pinnen von Bildern in einer App ermöglicht werden, die lokal in der App vorliegen.

Der SDK erfordert es, dass die Pinterest App installiert ist. Wenn die Pinterest App nicht in Version 2.3 oder höher installiert ist, leitet der Pin It Button den Anwender auf den App Store um, damit diese heruntergeladen wird. Die App unterstützt nur iOS5 und höher.

Android

Mit der Einführung der Pinterest App in Version 1.3 für Android, wird der Pin It Button SDK für  Android-Apps unterstützt. Mit einigen Zeilen Code läst der SDK es, zu Pinterest Inhalte innerhalb von Anwendungen zu teilen. Pinterest unterstützt 2 Arten von Pin Quellen: Bild-URLs und Bild-URIs. In Bild-URLs können Sie den direkten Pfad zu einem Bild im Internet angeben, während Sie bei Bild-URIs einen Pfad auf dem Gerät angeben müssen.

Der SDK erfordert eine installierte Pinterest App. Es werden Hilfsmethoden bereitgestellt, um festzustellen, ob die Pin It Button-SDK unterstützt wird und Pinterest 1.3 oder höher installiert ist.

Weitere Informationen:

http://developers.pinterest.com/

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Neu bei Pinterest: Rich Pins!

Um es ganz einfach zu sagen: Betreiber von Websites erhalten die Möglichkeit, Pins strukturiert Zusatzinformationen mitzugeben, um diese auf Pinterest direkt anzureichern. Das betrifft derzeit drei Bereiche:

  • Produkte
  • Rezepte
  • Filme

Besonders für Produkte ist das von großem Vorteil, weil Unternehmen automatisiert Preisinformationen mit an Pinterest übergeben können und dies nicht mehr über den Umweg des IMG ALT-Tag erfolgen muss. So können beispielsweise Preisinformationen und die Verfügbarkeit aktualisiert werden. Im nächsten Bild ist das zu sehen. Direkt unterhalb des Bildes stehen die Informationen, die automatisiert aus etsy herausgelesen wurden. Erst dann kommt die selbst verfasste Beschreibung des Pinners – in diesem Fall Pinterest selbst.

Rich Pin etsy mit Beschreibung, Preis und Verfügbarkeit

Rich Pin etsy mit Beschreibung, Preis und Verfügbarkeit

Man kann nun also einem Pin Informationen mitgeben, die noch dazu aktualisiert werden – und dies ohne die potenzielle Beeinflussung durch einen Pinner.

Ein Board mit vielen Beispielen gibt es hier:
http://pinterest.com/pinterest/products-we-love/

Die Technik

Erfreulicherweise greift Pinterest auf schon Standards zurück, so dass möglicherweise bereits Informationen erfasst werden, ohne dass noch etwas getan werden muss. Eines der benutzten Verfahren – oEmbed – wird auch schon von WordPress, Slideshare oder YouTube eingesetzt, um Meta-Informationen über Objekte weiterzugeben, beispielsweise den Autor.

Folgende Parameter werden interpretiert. Nicht alle sind verpflichtend.

provider_name: Für den Namen des Ladens (z.B. etsy)

url: Der URL der Seite des Pinns

title Der Produktname (z.B. „Super-Shirt“)

description Die Produktbeschreibung (z.B. „Leichtes Baumwoll Shirt mit modischem Aufdruck“)

brand Marken-Name

product_id Produkt-Nummer (z.B. 0815-007)

price Preis

currency_code Der Währungs-Code (z.B.: USD)

availability ist das Produkt auf Lager

quantity wie oft ist das Produkt auf Lager

Hinsichtlich der Interpretation der Währungscodes liegen leider noch keine Informationen vor. Bisher wurden lediglich USD und das britische Pfund interpretiert, um es als Banderole oder Button in die Pins einzubinden. Prinzipiell sollte das jetzt ohne Währungsgrenzen funktionieren, weil auf Standard-Codes zurückgegriffen wird.

Folgende Techniken werden von Pinterest unterstüzt:

  • oEmbed 
  • Schema.org or OpenGraph
  • hRecipe
  • Feeds

Eine genaue Dokumentation findet sich hier:

http://developers.pinterest.com/rich_pins/

Dort bietet Pinterest auch den Zugang auf einen Validator.

Spannend bleibt die Frage, wie Pinterest mit Websites umgeht, die nicht für jedes Produkt in einem eigenen Währungsgebiet eine eigene Seite anlegen, sondern diese dynamisch in die Seiten einbinden. Bei meinen ersten Tests wurden im Pin jeweils USD angezeigt und nicht EUR.

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Piqora – ein umfangreiches Tool-Set für Pinterest: Analytics und mehr…

Lange habe ich nicht mehr in mein Blog geschrieben. Das kann eben passieren, wenn man an einem Buch arbeitet – bald ist es gedruckt. Darum geht es mir hier nicht. Gestern gab das ehemalige Pinfluencer seine Umbenennung in Piqora bekannt. Ob es nun cool ist „Piq“ an den Anfang zu stellen, was ja wie pic ausgesprochen wird und iq  an IQ – also Intelligenz -erinnern soll, müssen Sie selbst beurteilen. Das überarbeitete Werkzeug ist auf jeden Fall einer erneuten Betrachtung wert.

Es gibt so einige Werte, Elemente und Funktionalitäten, die ich für ausgesprochen hilfreich halte.

Piquora Top Pin From Boards

Piquora Top Pin From Boards

Das fängt schon damit an, dass man seine erfolgreichsten Pins in einer Übersicht dargestellt bekommt und – das machen viele andere Werkzeuge nicht – auch Zeiträume bestimmen kann. Letztlich erinnert das Menü schon ein wenig an Google Analytics. Das tut der Sache keinen Abbruch: Hilfreich und übersichtlich ist es gemacht. Neben dem kleinen Klappmenü in der rechten oberen Ecke sehen Sie noch etwas, das für die Analytics sehr brauchbar ist: Man kann die Daten als CSV exportieren und damit weiterverarbeiten.

Piqora Influetial Website Pinners

Piqora Influetial Website Pinners

Man kann auch herausfinden wer von der eigenen Website pinnt und sieht gleichzeitig, wie einflussreich die Pinner sind, die da etwas verbreitet haben. Wenn Sie sich die Abbildung etwas genauer ansehen, dann werden Sie feststellen, dass Piqora auch einen Einfluss-Score ermittelt. Wenn ich mal die Gelegenheit habe, werde ich den noch genauer untersuchen. Er zeigt durchaus andere Ergebnisse als beispielsweise pinpuff oder PinReach.

Piquora Profile Metrics

Piquora Profile Metrics

Ein richtiges Dashboard gibt es auch. Ein wenig eigenartig ist es schon, dass das Board rechts versteckt ist und dieses doch recht wichtigen Zahlen so versteckt gelagert werden. Immerhin wird eine recht ansehnliche Zahl von Kennzahlen und deren Entwicklung gezeigt:

  • Viralität
  • Neue Pins
  • Neue Repins
  • Neue Likes
  • Neue Kommentare
  • Neue Follower pro Tag (Wow – ich habe 10 neue täglich).
  • Die Zahl der neuen Follower im Analysezeitraum
  • Das höchste Engagement der Follower (Wochentags)
  • Das höchste Engagement der Follower (Wochenende)

Teilweise wird die Grafik über den Zahlen noch angepasst, so dass man nicht nur den einen wichtigen Zeitpunkt hat, sondern auch noch einen richtig schönen Verlauf:

Piqora Follower Time Engagement

Piqora Follower Time Engagement

Und als wäre das noch nicht genug: Piqora hat noch ein besonderes Bonbon für die Freunde der gepflegten analytischen Verfahren. Ich hatte schon an einigen anderen Stellen darauf verwiesen, wie wichtig es besonders im Fall von Social Media ist, Analytics Werkzeuge miteinander zu verbinden um Konversionen durchmessen zu können. Bisher habe ich bisher immer nur die Möglichkeit gefunden, die Werkzeuge mit Google Analytics zu verbinden. Bei Curalate.com war das beispielsweise so. Das ist schon toll. Aber gerade große Unternehmen setzen oft eine Enterprise Lösung ein. Hier bietet Piqora mehr Schnittstellen an:

  • Google Analytics
  • Adobe
  • Coremetrics

Insgesamt ist das Tool übersichtlich und ausgesprochen hilfreich. Was es kostet, kann ich leider nicht sagen. Ich darf das Tool nutzen, weil ich früher mal einen Pinfluencer Account benutzt habe. Jetzt muss man auf Request Demo klicken. Dafür darf man dann auch noch zeitversetzt pinnen und zusätzlich gibt es ein Kampagnenmodul.

 

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Einige Trends 2012, die dauerhaft für das Online-Marketing relevant sind

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und Trendlisten fliegen uns um die Ohren. Hier möchte ich einfach mal meine beiden wichtigen Trends für das Online-Marketing allgemein kund tun. Ach – vielleicht sollte ich besser drei daraus machen. Überraschung: Mobile ist nicht dabei.

(1) Social wird visuell

Das Facebook ein Bilderbuch ist, war von Anfang an klar. Durch die Gewichtung von Meldungen werden solche mit gutem Bildmaterial bevorzugt. Das ist es nicht alleine. Pinterest wächst stetig weiter – alles Bilder. Als mich Christoph Salzig in Berlin bei MOT gefragt hat, worin ich den Unterschied zwischen Flickr und Pinterest sehe, hab ich die Frage nicht so richtig verstanden. Ich folge eben kaum Accounts und ich hänge dort auch kaum Bilder um. Es ist eben eher sowas wie YouTube… Zumindest für mich. Wenn ich Bilder zu etwas will, dann suche ich die einfach.

Flickr wächst nicht mehr. Ganz anders als Tumblr. Der Bilder-Reblogging-Dienst legt auch kräftig zu. Er ist auf das Folgen und Weiterverbreiten angelegt.

Für das Marketing heisst das noch mehr als in den vergangenen Jahren: Besorgt euch Bilder, die als Bilder Eurer Marke erkennbar sind… Nicht weniger!

(2) Interessengebundenes Marketing

Der Trend weg von der inhaltlichen Belegungseinheit hin zum interessengebundenen Marketing ist gewaltig – gleich ob das sich auf Retargeting-Maßnahmen (z.B. Criteo oder Google), Interessenprofile (z.B. nugg.ad oder Google) oder Micro-Content-Targeting (z.B. AdPepper oder Google) bezieht. Ich gehe davon aus, dass es bald zu einen drastischen Wandel in der Display-Werbung kommen wird. Das wird insbesondere dann der Fall sein, wenn ein größerer Teil der Fernsehzuschauer über Geräte mit Internet-Anschluss verfügt und diese nutzt. Es wird völlig neue Messsysteme geben, mit denen Markenartikler ihre Kampagnen bewerten.

(3) Tag Management

OK, das ist etwas technischer. In diesem Jahr haben viele weitere Tags den Weg in Marken- und E-Commerce-Websites gefunden. Es wurde schon ein rechtes Durcheinander. Da gibt es Tags von Analytics Tools, solche von Affiliate-Anbietern, nicht nur Performance-Agenturen wollen mitmessen, das interessengebundene Marketing schlägt durch. Um Ordnung zu schaffen und den Erfolg einzelner Maßnahmen besser bewerten zu können, hielten die Tools verstärkt Einzug in die Infrastruktur. 2013 werden die Werkzeuge noch wichtiger werden.

Bei Fragen & Anregungen … nur her damit!

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Pinterest Business Accounts – warum?

Ich muss schon sagen, dass es mich immer ein wenig erstaunt, wie viel ohne weitere Reflektion gepostet wird. Zum Beispiel zu den Business Accounts bei Pinterest – dazu habe ich bisher fast nur Abgeschriebenes gelesen. Verständlich ist das schon: Der Autor hat wieder einen Post und ein wenig Traffic. Etwas mehr Analyse – über die Weitergabe von Informationen hinaus – wäre manchmal angebracht.  Pinterest allerdings bekommt genau das, was es will: Aufmerksamkeit (nicht nur) von Unternehmen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nicht nur Informationen von anderen weitergeben, sondern mal wieder ein wenig analysieren.

Kommuikationsaufkommen steigt

Nachdem die Nennungen von Pinterest während der vergangenen Wochen auf Twitter relativ stabil waren, wurde seit der Einführung der Business Accounts eine Vervielfachung des Kommunikationsaufkommens erreicht. In der nachfolgenden Abbildung wird das deutlich (en detail gibt es die Ergebnisse bei Topsy):

Nennung von Pinterest auf Twitter (Quelle: Topsy Analytics)

Nennung von Pinterest auf Twitter (Quelle: Topsy Analytics)

Unterscheidungsmerkmal Business Type

Allerdings gibt es – neben anderen Terms – nur ein Merkmal, in dem sich ein Business Account von einem Normal Account unterscheidet:

BusinessType4Pinterest

BusinessType4Pinterest

In Business Accounts muss der Business Type ausgewählt werden. Ok – es muss noch ein Contact-Name angegeben werden – mehr nicht. Auf die sonst üblichen Adress-Informationen wie Telefon und Postanschrift wird verzichtet.

Alle anderen Features, die im Zuge der Einführung der Business Accounts hinzugekommen sind – Verifikation von Domains, geheime Boards und die Widgets – stehen auch den Normal-Accounts zur Verfügung. Was könnte also das Ziel dieser Umstellung gewesen sein? Einen Hinweis gibt das Modul, das nach der Umstellung der Accounts zunächst zu sehen ist:

Startfenster Pinterest Business Account

Startfenster Pinterest Business Account

Pinterest ist es anscheinend am wichtigsten, dass die Website verifiziert wird. Das ist der erste Punkt, der genannt wird.

Auf diesem Weg schafft Pinterest ein wenig Ordnung und bekommt gleichzeitig – in Verbindung mit der Information hinsichtlich des Business Type – valide Informationen darüber, welche Typen von Unternehmen und wie viele es ernst meinen mit Pinterest. Die angepassten Terms werden bei der Monetarisierung auch hilfreich sein.

Ergebnis

Ich gehe davon aus, dass man bei Pinterest vorwiegend an der Verifikation von Accounts interessiert war  – das erscheint mir am logischsten. Gleichzeitig konnte man auf diesem Weg noch ein paar Informationen gewinnen – eigentlich erstaunlich wenige. Der gesamte Presse- und Social-Rummel wird aber auch dazu führen, dass sich die Widgets rasch verbreiten werden. Damit wird es zu einen starken Nutzungsschub für Pinterest kommen. Für mich hat es den Anschein, als ob erheblich strukturierter und planvoller vorgegangen wird als noch vor wenigen Monaten. Das ist erfreulich.

Man darf weiterhin gespannt sein, mit welcher Form der Einnahmenerzielung Pinterest beginnen wird. Provisionen bzw. der Austausch von Affiliate-Tags wurden ja schon getestet. Das könnte relativ rasch wieder zum Einsatz kommen. Mit Business Accounts könnte man ein Werbemodul verbinden – in dem Unternehmen gruppiert nach den jeweiligen Interessen Werbepins schalten. Zudem – und hierzu gibt es Andeutungen im Support-Forum – könnte ein erweitertes Verwaltungswerkzeug in Planung sein – auch dies könnte kostenpflichtig werden. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit einer Bepreisung aus meiner Sicht gering.

Lalala…

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Pinterest Widgets

Pinterest hat am 13. November 2012 Pinterest für Business angekündigt. Dies soll zunächst alle Feature haben, das auch die normalen personalisierten Accounts haben. Im Zuge der Einführung wurden auch geheime Boards möglich – in denen man beispielsweise Pins für die spätere Publikation sammeln kann.

Hier konzentriere ich mich auf einen weiteren Aspekt, die Widgets. Mit Hilfe dieser Code-Einbindungen ist so einiges möglich:

Pinterest Badge

Pinterest Badge

Man kann nun eine Badge betexten. Eigentlich banal und ähnliches gibt es auch schon.

Pin ein Bild

Pin ein Bild

Die aus meiner Sicht wichtigste Funktion besteht darin, dass ein Bild einer Seite zum Pinnen auswählen kann. Hinsichtlich der Integration dieses Verfahrens in CMS oder Shop-Software ist dies sicher eine Herausforderung – lohnen wird sich diese allemal, da sich das Pinnen vereinfacht.

Pinterest Account Widget

Pinterest Account Widget

Durch das Account Widget kann man sehr schön zeigen, was man in einem Account pinnt und so leichter Follower gewinnen.

Ein entsprechendes Widget gibt es auch für einzelne Boards:

Pinterest Board Widget

Pinterest Board Widget

Das ist alles ganz hübsch und hilfreich. Ganz perfekt ist der Generator noch nicht. Ich musste ein wenig Nacharbeiten.

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